Nature-Blog – sprich mit dem Leben

Nature-blogger1webEiner meiner eifrigsten Moderatoren im Forum ist Nastel (www.alexandernastasi.de). Wir sind uns nicht immer ganz grün, weil ich rot sehe bei zu vielen Emails und er sieht schwarz wenn ich sie nie beantworte… Nein, Unsinn, ganz so schlimm ist es nicht. Es ist nur so, dass er und seine Frau Julia nur so strotzen vor wunderbaren Einfällen, was man nicht alles noch im Web, im Forum und so weiter anstellen könnte an tollen Aktionen. Und ich will so wenig mit dem PC zu tun haben wie möglich. Ich habe zwei kleine Kinder und liebe die Natur, da passt das dauernde Surfen im Web nicht dazu.

Neulich kam er schon wieder daher mit einer seiner mir meist unliebsamen Ideen: „Bärbel, mach doch einen Blog auf und stelle die Kapitelüberschriften deiner Bücher an denen du gerade schreibst da rein und diskutiere die Themen schon mal vorab mit deinen Lesern. Das wäre doch Klasse…“ Ach du grüne Neune, nein, ich meine schwarze Neune, ein Blog? Ich bin mit Manfred verheiratet nicht mit dem PC. Bloß kein Blog.

Und überhaupt welche Kapitelüberschriften? Ich weiß erst was in einem Kapitel drinstehen wird, nachdem ich es geschrieben habe, nicht vorher. Nach Konzept habe ich noch nie geschrieben. Mehr als der ungefähre Titel sind vorab nie klar und selbst der ändert sich manchmal noch in ganz etwas anderes.

Und außerdem finde ich sollten die Leute lieber mehr mit der Natur und ihrer inneren Weisheit diskutieren als mit fremden Leuten im Web, gnagnagna…

Das Nächste was passierte war, dass ich überlegte ob ich noch mal einen Roman schreiben soll oder nicht. Ein Teil meiner Verlage meint, dass spirituelle Romane nicht gefragt sind und dass sie keiner will, ein anderer sieht es wieder anders. Warum nicht die Leser fragen, wie Nastel meint, dachte ich und ich benutzte einfach meinen Newsletter auf www.baerbelmohr.de dazu: „Soll ich noch einen Roman schreiben ja/nein, was meint Ihr?“ Wer mir meine Meinung im Betreff einer Antwortmail schrieb konnte ein Buch gewinnen.

Ergebnis nach bereits einer Stunde: 90 Antworten, 6 mal „nein“ und 84 mal „ja“ (mittlerweile sind es ein paar Hundert, aber das Verhältnis ist in etwa gleichgeblieben). Die Ja-Sager hatten sich aber häufig nicht auf ein schlichtes „ja“ beschränkt, sondern bereits allerlei Vorschläge mit eingefügt, was sie denn gerne in dem Roman mit drin hätten.

Mmhmmm, Nastel hat also insofern Recht als einige Leser gerne mitwerkeln würden an dem was man als Autor so fabriziert. Naja, das könnte ja ganz lustig und kreativ sein. Aber bloggen – igitt. Das muss ja auch wer kontrollieren und den Mist oder Werbung oder so was löschen. Ich bestimmt nicht. Und Krösus, dass ich mir für alles eine extra Bürohilfe anstelle, bin ich nun auch nicht. Es müsste ja auch noch wer Qualifiziertes sein.

In der Nacht kam mir eine Idee. Was, wenn ich Laila (Co-Autorin von „arbeitslos und trotzdem glücklich“) frage, ob sie den Blog leiten/überwachen möchte. Es gibt bestimmt etwas was sie braucht oder sich wünscht und wir können in einen Tauschhandel treten. Ich könnte zum einen den Roman-Blog einrichten. Thema: „Was soll drinstehen in dem Roman?“

Und damit ich gleichzeitig einige Leute inspiriere neben unserem wunderbar kommunikativen Internet auch das Leben und die Natur nicht zu vergessen, richte ich noch einen Nature-Blog ein. Dann habe ich einen Mix, bei dem ich nicht dauernd am PC sitze und der irgendwie auch zu meiner Lebensphilosophie passt.

Nature-Bloggen geht so:

Man gehe in die Natur (Wald, Stadtpark, Garten, irgendwas), lehne sich an einen Baum, setze sich an einen See, in die Wiese etc. und lausche der Natur. Und zwar ganz intensiv. Was will die Natur mir sagen, wenn die Bäume mir „wisha-wisha-wisha“ mit ihren Blättern flüstern? Welche Weisheiten verbergen sich im Gluggern des Wassers eines Baches, was singen die Vögel in den Wipfeln?

Es soll einen indischen Weisen gegeben haben, der nichts anderes getan hat als der Natur auf diese intensive Art zuzuhören. Und über das, was ihm die Natur in diesen  Stunden offenbart hat, hat er dann viele dicke Bücher geschrieben. Es waren die größten Weisheiten des Lebens, denn in der Natur wird alles Wissen des ganzen Universums lebendig. Man muss nur lernen richtig hinzuhören.

Wenn wir nun ab und zu eine Computer-Pause machen und stattdessen in die Natur gehen und ihr zuhören, dann können wir uns im Nature-Blog wieder austauschen, was wir dort alles gehört und gefühlt haben.

Und wenn ich die Kommentare der anderen lese, verstehe ich vielleicht beim nächsten Nature-bloggen auch besser, was die Natur mir sagen will. Oft ist es doch so, dass man schon beginnt etwas zu erahnen, aber man traut der eigenen Wahrnehmung nicht: „Ach Quatsch, das bilde ich mir ein. Das hat der Baum jetzt sicher nicht gesagt…“

Dann kommt man heim und was sieht man: Ein anderer Blogger hat genau die gleich Info bekommen beim Nature-bloggen. Sieh da, vielleicht war es doch nicht so falsch.

Genauso stelle ich mir einen  Nature-Blog vor. Das Web ist spannend und klasse und die beste Informationsaustauschmöglichkeit, die wir je hatten, aber es sollte auch Platz und Zeit im Leben für den Austausch mit der Natur und dem Leben bleiben, sonst verpassen wir das Fühlen, das erfüllt Sein und tiefempfundene Freuden im Leben.

Das erinnert mich an ein Experiment, das ich von Michael Neill, einem amerikanischen Erfolgscoach habe. Man muss es zu zweit machen um den Effekt zu spüren.

Du legst die Hände auf das Kraftzentrum des Körpers (auch genannt Dan Tjien, ein paar Fingerbreit unterhalb des Nabels innen) und atmest dorthin. Nun versucht der andere dich vorsichtig zur Seite zu drücken.

Im Schritt 2 legst du die Hände auf den Kopf und atmest dorthin (symbolisch für viele im Kopf rotierenden Gedanken und viel Arbeit am PC) und nun versucht der andere wieder dich vorsichtig zur Seite zu drücken.

Der Unterschied ist mehr als offensichtlich. Wer sich auf seine Körpermitte fokussiert ist stabil, wer nur im Kopf ist, ist instabil – sowohl physisch als auch emotional.

In der Natur zu sein und sie spürend zu erlauschen erdet uns, bringt uns in unsere eigene Körpermitte und schult unsere Feinwahrnehmung. Natur ist der optimale Gegenpol, die optimale Pause vom PC.

Mir gefiel diese Idee sofort sehr gut und so spazierte ich am nächsten Morgen als erstes in den Wald (gerade eben, um genau zu sein) und versuchte mich mal selbst mit einem Nature-Blog: Lauschen, was die Natur zu sagen hat.

Als erstes würde ich einen bequemen Sitzplatz brauchen. Mal sehen, was sich da findet. Ich wollte erst mal weiter reingehen in den Wald. Gleich am Anfang standen allerdings so leckere Sauerklees herum und ich wollte ein paar naschen. Vielleicht nicht gerade die direkt am Wegesrand, dachte ich, denn die könnte allzu leicht einer der Hunde der Nachbarn angepinkelt haben. Ich sah im Moos weiter drinnen im Wald mehr Sauerklee und lief dorthin.

Während ich mich durch den Sauerklee futterte, stieß ich an einen Baum. Hhhm, der sah ja sehr bequem aus. Er hatte so eine richtig schöne Sitzkuhle mit Rückenlehne und Moospolsterung am Boden. Mal ausprobieren. Der Platz war die Schau schlechthin. Super bequem, wie im Kino so halb nach hinten gelehnt und mit einer wunderschönen Aussicht auf eine Minilichtung vor mir.

Das hatte ja schon mal bestens geklappt. Ich bedankte mich gleich bei der Natur für diesen freundlichen Einstieg ins Nature-Bloggen.

Und dann lehnte mich an und lauschte. Der Natur zu lauschen hat immer etwas total Entspannendes, egal was für Geräusche sie gerade macht. Irgendeine innere Harmonie verbirgt sich in den Lauten des Waldes, die mich, wenn ich richtig hinhöre, immer sofort in eine tiefe Ruhe bringen.

Also, lieber Wald, möchtest du mir gerne etwas erzählen? Die Vögel sangen, die Blätter raschelten und ein leichter Nieselregen fiel. Es war wunderschön. Mal abgesehen von der Dorfstraße, die nicht weit weg war, weil ich noch ganz am Anfang des Waldes war. Die klang ja nun gar nicht schön.

Mir fiel auf, dass etwas in meinem Gefühl sich verschloss, sobald ich meine Aufmerksamkeit auf die Straße lenkte. Und umgekehrt wurde es weit und öffnete sich, wenn ich stattdessen innerlich umswitchte und nur auf die Vögel und den Nieselregel achtete.

Und schon wusste ich, was die Natur mir heute sagen wollte:

„Ein Geheimnis des Lebens liegt darin mich stärker auf die Verbindung zur positiven Energie zu konzentrieren als auf das Störende. Wenn ich die Energie auf das Störende lenke, verschließt sich das Herz, lenke ich sie auf das Harmonische und Positive, öffnet es sich. Und solange das Herz offen ist, bin ich verbunden mit dem Universum.“

Super Sache, das mache ich öfter.

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16.Juni 2009 um 23:16 Baerbel

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bisher 4 Kommentare

  • 1. Alexander Nastasi  |  17.Juni 2009 at 07:52

    Hallo,
    nachdem im ersten Artikel von Alexander die Rede ist – will ich mich gleich mal vorstellen. Einige die das hier lesen kennen mich aus dem Forum von Bärbel Mohr ( http://baerbelmohr.de/forum ). Dort Moderiere ich seit vielen Jahren unter dem Namen “Nastel” . Ich freue mich auf dieses neue Projekt und finde es sehr gut das Bärbel ab und an auf Nastel hört und eine Idee umsetzt. Danke dir Bärbel, mich hat es sehr gefreut.
    Schöne Grüße aus Heidelberg und einen erfolgreichen Tag

    Alexander Nastasi

  • 2. Elisa  |  17.Juni 2009 at 10:14

    (Keine Ahnung, warum ich mich traue, dies hier öffentlich zu schreiben?!) :-)

    Seit vielen Jahren erlebe ich immer wieder wunder-bare, auch wunder-same Dinge/Geschenke in der Natur. Heute erzähle ich mal ´eines´ dieser vielen Erlebnisse.
    Es war Früh-Sommer. Aus verschiedenen Gründen befand ich mich in einem überforderten, ausgelaugten Zustand.
    Wie eine “Lieferung vom Universum”, ein “Geschenk des Himmels” (das wäre eigentlich wieder eine “Extra-Geschichte”) :-) ), ergab es sich so, dass ich von einem sehr lieben, großherzigen Menschen das Angebot erhielt, für ein paar Tage eine “Auszeit” zu nehmen…
    Um es abzukürzen:
    Am Stadtrand meines “Auszeitortes” befindet sich eine wunderschöne Naturidylle, die mir bereits bekannt war.
    Wald, Wiesen, Felder, Naturgärten, Wasse, Tiere, Wege…
    Im selben Bereich twas abgelegen, liegt ganz versteckt ein kleines märchenhaftes “Mini – Wäldchen”. Ich kannte es bereits und suchte es ganz bewusst auf.
    Es war ein herrlichen Sommertag .
    Schon beim Hinspazieren spürte ich die heilsame Kraft der Natur auf mich wirken. Ich betrat das Wäldchen, hielt mich einige Zeit darin auf und fühlte mich einfach geborgen.
    Dann legte ich mich am Rande des Wäldchens auf meine mitgebrachte Decke. Das hohe Gras der angrenzenden Wiese gab mir Sichtschutz, jedoch war sowieso weit und breit kein Mensch zu sehen. Niemand hätte mich finden können. :-)
    Mit einem Gefühl von tiefer Ruhe lag ich da, “ließ mich vertrauensvoll fallen” und schaute, lauschte und fühlte…
    Aus der Stille heraus vernahm ich: Das Spiel und Lied des Windes, Blätterrauschen, Blättertanz, sich hin und her wiegende Grashalme, sanfter Luftzug der mich berührt, blauer Himmel, wenige weiße Wölckchen, Vogelflug, Vogelgesang, Bienensummen, Grillenzirpen, entferntes Wasserrauschen vom Fluss, heilsame Düfte, wärmende Sonne auf meiner Haut, alles im Rhythmus der Natur, atmen mit der Natur, mich der Natur hingeben …
    … und plötzlich das Gefühl, das sichere Wissen, das eindeutige Spüren:
    “Ich bin EINS mit ALLEM. – ALLES IST EINS.”
    Ich fühlte mich wirklich EINS mit ALLEM was ich wahrnahm. Es war nicht nur ein Gedanke in meinem Kopf, sondern das wahrhaftige Erleben des ganzheitlichen EINS-SEINS. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl, verbunden mit einer tiefen inneren Ruhe und Geborgenheit.
    Dieses Erlebnis gab mir sehr viel Lebenskraft, Lebensmut und Lebensfreude. Es war für mich ein unbeschreiblich schönes Geschenk, das ich in der und durch die Natur erleben durfte.
    Ich fühlte mich verbunden mit der Lebensquelle mit “ALLEM-WAS-IST”.
    Ein Grund zum “DANKE” sagen, singen, tanzen! :-) ))

    Ich wünsche allen Menschen immer wieder viel Freude und schöne Naturerlebnisse. Gruß, Elisa

  • 3. Miryah  |  17.Juni 2009 at 22:55

    Liebe Bärbel,

    ich freue mich sehr über Deinen Nature-Blog!

    Ich habe zwar nicht heute soviel Zeit gehabt, mich in die Natur zu setzen, wie ich es sonst eigentlich täglich tue, aber gerade in den letzten Tagen, wo Deine Idee für den Blog sich wohl konkretisiert hat, habe ich verstärkt immer wieder das Bedürfnis nach ganz viel Natur gehabt.
    Die Natur bringt mich unmittelbar in einen offenen meditativen Zustand, in dem die Inspiration nur so fließt.
    Es macht so viel Spaß! Ich könnte den ganzen Tag nur in diesem flow sitzen, stehen, laufen.
    Da kommen mir die besten Ideen zu allem möglichen.
    Oft kann ich mich dann nur noch an Teile davon erinnern, wenn ich wieder am PC bin.

    Daher habe ich mich gefragt, was für ein Medium zum Notieren der Ideen ich mitnehmen möchte in die Natur.
    Etwas, was sich gut integriert und nicht stört.

    Laptop? Nein, ist iwie umständlich.
    Block? Naja, so schnell kann ich gar nicht schreiben, wie die Ideen sprudeln ;-)
    Diktiergerät? Eigentlich möchte ich nicht sprechen in der Stille.

    Vllt kommt Dir oder jmd anderem eine Idee dazu?
    Würde mich freuen!

    Liebe Grüße und freut Euch an der Natur, Mutter Erde, die soviel Kraft, Inspiration und Freude für uns bereit hält!
    Miryah.

  • 4. Bozena  |  26.Juni 2009 at 23:58

    Liebe Bärbel und “Nature-Blogger”,

    die Idee sich über die Erlebnisse in der Natur auszutauschen, halte ich für hervorragend.
    Natur spielt in meinem Leben eine sehr große Rolle, Tendenz steigend ;-)
    Ich möchte heute gerne ein sehr krasses Erlebnis schildern, das mir vor ca 2 Jahren passiert ist.
    Ich machte an dem Tag mit meinem Mann eine Fahrradtour zu den Teufelssteinen ( Düwelsteene) in Heiden. Wir hatten Lust diesen Ort, der als “Kraftort” bekannt ist, zu erfühlen. Wir fühlten uns an dem Ort und in der ganzen Umgebung besonders geborgen. Es war mehr als das und hier kaum zu beschreiben.
    Wir hatten auch beide Lust uns auf den großen Stein in der Mitte des Platzes zu setzen, der mittlerweile von einer darunter gewachsenen Eiche angehoben wird. (siehe: http://www.ludgerusschule.de/content/projekte/teufelsteine/wikipedia.htm) Der Baum lässt sich prima als Rückenlehne nutzen.
    So saß ich nun dort oben und gab mich den Gefühlen und Gedanken, die mich dann überkamen, hin.

    Ich bekam das Gefühl stark zu vibrieren und abzuheben und dann kam die Stimme in meinem Inneren hinzu. Sie stellte sich vor als “die Erde” und “alle” seien so aufgeregt, denn ich würde ein Kind erwarten. Ich sei Schwanger und würde ihr sicher nicht glauben, doch das sei nicht schlimm. Es stellte sich zu einem späteren Zeitpunkt heraus, dass es stimmte. Ich hatte es wirklich nicht geglaubt und als Fantasie abgetan. Mein Arzt hatte ja auch behauptet, dass das ohne Hormone nicht funktionieren könne. Naja offenbar doch! Wahnsinn!!

    Es war faszinierend für mich zu erkennen, wie stark doch alles zusammenhängt, dass wirklich alles eins ist und wir überall unserem Spiegelbild begegnen. Selbst wenn es manchmal sehr schwierig erscheint das zu erkennen, doch entpuppt es sich stehts als Wahrheit!

    Einen schönen Abend und geruhsame Nacht. :-)

    Bozena



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