Inneren Schweinehund gehoppt

Bei unserer Jahresausbildung wird unter anderem auch viel gehoppt. Gegen Ende der Ausbildung, wenn alle großen Standardthemen (Gesundheit, Beruf, Beziehung etc.) durchgehoppt sind, schauen wir uns auch abstraktere Themen an.
Fast jeder kennt das Problem (ich zumindest kenne es von mir sehr gut…), dass man manchmal weiß was man tun müsste, aber manche Dinge tut man einfach ewig trotzdem nicht. Der innere  Schweinehund ist gelegentlich einfach stärker.
Wieso eigentlich?
Und was in aller Welt hat sich die Schöpfung dabei gedacht, überhaupt so einen Schweinehund zu erfinden?

Wir haben die Frage gehoppt: Wenn ich Gott/die Schöpfung/das Universum wäre, warum hätte ich einen inneren Schweinehund erschaffen?

Frag dich selbst, bevor du die Antworten liest. Es ist immer viel interessanter die Antworten anderer zu lesen, nachdem man selbst nach einer gesucht hat. Außerdem kann man nur inneren Frieden mit dem eigenen Schweinehund schließen, wenn man mithoppt. Anderen dabei zusehen ist nur unterhaltsam, aber nicht heilsam. Also: Erst mal Augen zu und mitmachen!

Unsere Antworten:
• Auch in der Natur gibt es vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Im Winter erholt sich die Natur und macht Pause. Das ist gut so. Der Mensch braucht ebenfalls eine Erholungsphase, aber in unserer schnelllebigen Zeit übersieht man das leicht. Der innere Schweinehund ist die Stimme des Winters in uns. Sie will uns daran erinnern auch mal nur abzuhängen. Die Seele erholt sich dann am besten wenn sie Dinge tut, die weder Sinn, noch Zweck noch irgendein Ziel verfolgen. Einfach sein, einfach abhängen, einfach mal nichts tun. Ohne inneren Schweinehund wären wir alle Workoholics und würden uns gar nicht mehr wirklich spüren.

• Der innere Schweinehund ist ein Aufruf sich zu entwickeln im Leben.

• Den inneren Schweinehund zu bezwingen gibt ein Erfolgsgefühl, ein Zufriedenheitsgefühl, ein ich “ich-habs-geschafft-Gefühl”. Das tut gut. Dafür ist er da.

• Ohne inneren Schweinehund wären die Menschen wie Maschinen und würden immer schneller und schneller funktionieren, aber nicht leben.

• Allein das Wort “innerer Schweinehund” zeigt unsere Verurteilung ihm gegenüber. Wir sollten ihm einen schöneren Namen geben – inneren Haustier zum Beispiel. Es ist gut, dass er da ist, denn er gibt uns Ruhe.

• Er bildet den Gegenspieler zu Erfolg und Talent. In einer dualen Welt kann es heiß ohne kalt nicht geben und Erfolg eben nicht ohne Schweinehund.

• Der innere Schweinehund ist ein Wecker und ein Provokateur. Ich werde aktiv, weil ich ihn loswerden will. Ich kann ihm danken für seine Arbeit.

• Wenn ich Gott wäre, hätte ich den inneren Schweinehund erschaffen um den Menschen zu zeigen, wo der Ort ihres freien Willens wirklich ist: Nämlich nur im Inneren. Nur da liegt unsere wirkliche Macht.

• Der innere Schweinehund gibt uns die Gelegenheit in Ruhe nachzudenken und zu reflektieren.

• Schutz vor Stress wäre mein Grund gewesen, den inneren Schweinehund zu erschaffen.

• Das ist ein Resultat der Dualität, er entsteht automatisch mit.

• Der innere Schweinehund sorgt für Vielfalt und unterschiedlichsten Selbstausdruck bei den Menschen. Wenn wir lernen ihn zu lieben, zeigt er uns seine Schätze. Er ist auch ein Schutz und eine Bremse, damit wir unsere Macht mit Demut ausüben.

Tja, das war ja schon mal sehr interessant. Ich war diejenige, die trotzdem nicht ganz zufrieden war. Ich fand, dass der Schweinehund mich manchmal von den falschen Dingen fernhält und bei anderen stumm bleibt, die zu streichen viel sinnvoller wäre. Also haben wir noch eine zweite Frage gehoppt:

Wenn ich mein eigener innerer Schweinehund wäre, was bräuchte ich um für mich zu arbeiten und mich konstruktiv zu unterstützen?

• Wenn ich denke, ich bin mein innerer Schweinehund, dann kommt als erstes, dass das eigentlich dasselbe ist wie die Schattenseite des Egos. Bei mir will er nicht immer geschimpft werden. Wenn ich ihn zum Glücksschwein erkläre, dann bekommt er mehr Futter von der göttlichen Quelle in mir und transformiert sich in einen Helfer.

• Mein Schweinehund sagt er übernimmt die Herrschaft, sobald ich unbewusst lebe. Wenn ich jedoch aus Herzen lebe und ganz im Jetzt, dann löst er sich auf. Auf der Schwingung des Herzens und der Präsenz im Jetzt bekommt er keine Nahrung mehr und kann nicht existieren.

• Mein Schweinehund will mehr Entspannung, Ausgleich, Struktur und Ordnung in meinem Leben. Wenn ich ihm die gebe, gibt er von alleine Ruhe.

• Bei mir sagte der innere Schweinehund, dass er mich sowieso fördern würde. Er sagt: Guck mich an, hör auf mich. Das Problem ist, dass ich nie auf ihn höre.

• Der innere Schweinehund will nur, dass ich tue was mir gut tut.

• Ich soll öfter in mich reinhören, was gerade richtig für micnh ist und ob es wirklich wichtig ist DAS jetzt zu tun. Wenn ich das tue, dann braucht der innere Schweinehund keinen solchen Druck zu machen.

• Sehr aktive Menschen meinen oft, vergammelte Zeit sei nichts wert, aber die Seele tankt in der Muße auf. Wenn ich bewusste Mußestunden einrichte, lässt mich der innere Schweinehund in Ruhe.

• Mein innerer Schweinehund erklärte mir, dass er immer lauter würde, wenn ich versuche gegen ihn zu kämpfen. Er wolle gelobt werden, er will gewinnen und der Beste sein. Wenn ich ihm das jeweils für kurze Zeit gebe, ist er satt und lässt mich in Ruhe.

• Ich habe einen Deal mit dem inneren Schweinehund gemacht: Das Negative darf er weghalten, bei positiven Dingen lässt er mich machen.

Und dein Schweine-Glückshund-inneres-Haustier? Was hat es gesagt?

Tags:

05.November 2009 um 22:31 Baerbel

Artikel gespeichert unter: Hoppen

Mehr zu diesem Thema hier im Blog

bisher 1 Kommentar

  • 1. Monika Kraft  |  06.November 2010 at 16:34

    Sehr geehrter Herr Mohr,
    bestimmt schauen Sie hier rein.
    Hiermit möchte ich Ihnen mein allerherzlichstes Beileid zum Tode Ihrer lieben Frau aussprechen.
    Die Bücher Ihrer Frau haben mir im Leben viel geholfen und viel gegeben. Auch habe ich sie vielen vielen Bekannten weiter vermittelt, so dass Ihre Frau n i e in Vergessenheit gerät.
    Ich wünsche Ihnen viel Kraft, so dass Sie im Sinne Ihrer Frau
    weiter arbeiten können.
    Es tut mir unendlich leid, dass Ihre Frau nicht mehr unter uns
    ist.
    Mit traurigen Grüßen
    Monika Kraft



Kalender

November 2009
M D M D F S S
« Okt   Jan »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Aktuelle Artikel

Seiten