Ehemalig drogensüchtige 18jährige hoppt ihre Mutter

Die Rubrik „Hoppen“ ist für Leser, die sich im Hoppen bereits auskennen. „Hoppen“ ist die Technik die wir auf www.cosmic-ordering.de beschrieben haben oder in dem Buch „Cosmic Ordering – die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho’oponopono“ von Bärbel und Manfred Mohr.

Es geht dabei – ganz grob gesagt – darum sich ganz in einen anderen Menschen oder eine Situation hineinzuversetzen und sich zu fragen, was in einem selbst in Resonanz mit so einem Verhalten oder so einer Situation ist. Man fragt dabei das Herz und das Gefühl und versucht den Verstand einmal beiseite zu lassen soweit möglich. In dieser Art des „Hineinfühlens“ kommt man zu einem wesentlich tieferen Verständnis sowohl für sich selbst als auch für den anderen als wenn man über logisch scheinende Gründe nachdenkt.

Gleichzeitig löst dieses Verständnis und das Lösen der Resonanz durch Liebe und Versöhnung die Situationen oft auf und verändert sie zum Besseren.

Sandrina ist 18 Jahre alt. Sie berichtete uns, dass sie sich immer sehr viel über ihre Mama ärgert, weil diese sie sehr stark festhält und nicht loslässt. Sandrina empfindet die Kontrolle ihrer Mutter als so stark, dass sie das Gefühl hat nie frei zu sein und noch nicht einmal frei denken zu können.

Sandrina erzählte auch frei heraus, dass sie eine Zeit lang viele und starke Drogen genommen habe. Immer wenn sie Probleme hatte, sei sie damit in eine andere Welt geflohen in der alles schön war. Aber seit einem halben Jahr habe sie nichts mehr genommen.

Wir waren 3 Erwachsene und zwei Teenager zum Hoppen (Sandrina und ein gleichaltriger Junge, Manfred, ich und eine Freundin).

Wir haben uns vorgestellt wir wären die Mutter und würden ständig und mehrmals am Tag hinter unserer Tochter hertelefonieren und sie nicht loslassen.

Wir fragten uns dann im Herzen und im Gefühl (während dem inneren Bild, dass wir selbst so handeln würden wie die Mutter): Was wäre unser Grund so zu handeln?

Wichtig dabei ist immer nie zu raten warum die richtige Mutter so handelt, sondern sich lediglich zu fragen: Warum würde ich so handeln, wenn ich es selbst wäre, die so reagiert? Was wäre mein ganz persönlicher Grund? (warum das so wichtig ist siehe Buch)

Hier die Antworten, die wir jeweils in uns fanden:

• Wenn ich die Mutter wäre, wäre ich total panisch und verzweifelt vor Sorge. Die Panik wäre so stark, dass ich nichts hören, nichts verstehen und überhaupt nicht zuhören könnte. Mir ist sogar klar, dass meine Tochter zum Teil vielleicht sogar in die Drogenwelt flieht um meine panische Sorge und mein Zerren an ihr nicht mehr zu spüren, aber ich bin jenseits von Selbstkontrolle.

Wenn ich „tut mir leid“ und „ich liebe mich selbst“ als Mutter zu mir sage, dann entsteht das Bedürfnis mich wieder mehr um mich selbst zu kümmern. Ich lasse meine Tochter los mir selbst zu liebe und ihr zu liebe. Ich sende ihr Liebe und die Energie von Vertrauen, dass letztlich ihre innere Weisheit ihr den richtigen Weg weisen wird. Ich biete nur noch dezent und stetig Hilfe an, aber ich lasse innerlich los und kontrolliere nicht mehr. Dafür brauche ich vor allem Selbstliebe.

• Meine Liebe zu meiner Tochter wäre so groß und durch die Drogen hätte ich alles Vertrauen in sie verloren. Ich wäre total verletzt, denn sie ist ein Teil von mir. In meiner Angst würde ich denken, dass sie direkt neben mir keine Drogen nehmen wird, deshalb will ich alles kontrollieren und sie ganz nah bei mir haben.

„Tut mir leid, ich liebe mich“ bewirkt, dass ich entspanne und merke, dass ich ihr wieder von neuem vertrauen kann ihren Weg zu finden. Ihr Vertrauen zu geben ist ein Ausdruck von Liebe, wenn ich mir die Liebe selbst gebe.

• Ich habe Angst mein Kind zu verlieren. Ich habe Angst, dass meine Tochter mich nicht mehr liebt. Ich vermisse den Augenkontakt und eine spürbare Verbindung, das macht mir wahnsinnige Angst. Deshalb klammere ich so fest ich kann. Ich traue mich auch nicht ihr zu sagen, was ich wirklich sagen will. Ich fühle mich so verletzt und verlassen, dass ich Atemnot bekomme.

Wenn ich „Tut mir leid, ich liebe mich“ zu mir selbst sage kann ich sie langsam in Liebe loslassen. Und ich merke es tut mir aufrichtig leid, dass ich sie mit meinem Verhalten weiter weg getrieben habe.

Es tut mir weh, dich loslassen zu müssen, aber Liebe tut manchmal weh und ich bin jetzt bereit den Schmerz auf mich zu nehmen aus Liebe zu dir. Ich kann auch wieder besser atmen weil ich das Gefühl habe, dass ich jetzt sagen durfte wie es mir geht.

• Ich wünsche meiner Tochter, dass sie es alleine schafft, habe aber Angst dass sie sich umbringt. Deshalb greife ich sehr stark ein obwohl ich weiß, dass es eigentlich falsch ist. Aber ich glaube, dass sie sich sonst vielleicht selbst tötet und das kann ich nicht zulassen ohne etwas zu tun. Ich kontrolliere sie aus Liebe.

• Die 18jährige selbst: Alles was ihr gesagt habt ist ein bisschen wahr und ich habe mich in allem ein bisschen wiedergefunden. Wenn ich meine Mutter wäre, dann wäre es auch die Liebe zu meiner Tochter die mich so handeln lässt. Und aus Panik denke und höre ich nichts mehr, ich bin total blockiert. Ich weiß, dass sie alles alleine schaffen kann, aber ich habe Angst, dass es schlechte Einflüsse von Außen geben könnte, mit denen sie alleine nicht klar kommt.

In diesem Moment klingelte das Telefon und die Mama rief sie auf dem Handy an. Bei uns im Haus ist allerdings ein Funkloch und so konnte sie nicht richtig reden.

Wir begannen daher den zweiten Teil. Wir stellten uns vor, wir wären Sandrina. Warum hätten wir uns, wenn wir Sandrina wären, so eine Mutter erschaffen lautete Frage Nummer zwei an unser Herz.

• Ich wollte als Seele mal einfach ausprobieren wie es ist, Drogen zu nehmen. Um dabei nicht total abzustürzen brauche ich eine Mutter die mich extrem festhält. Ich hasse es zwar, aber wenn sie das nicht täte, würde ich in eine Nichts abstürzen und mich selbst verlieren.

Eigentlich kann ich ihr danken, dass sie mich nervt, weil ich dann weiß ich bin nicht alleine, sondern steht noch hinter mir.

Wenn ich „tut mir leid“ und „ich liebe mich“ zu mir selbst sage, kann ich das „Drogen-Experiment“ beenden. Und ich spüre auf einmal: Wenn meine Mutter spürt, dass ich mich selbst liebe, dann wird sie mich loslassen.

Sandrina rief beim letzten Satz dieser Antwort erstaunt auf, dass sie genau dasselbe auch herausgefunden habe.

Die nächste Antwort stammt vom 19jährigen Jungen:

• Wenn ich mir so eine Mutter erschaffe, dann brauche ich Schutz. Die Welt ist wie ein Labyrinth für mich und ich kenne den Ausgang nicht. Meine Mutter ist wie eine Art Notausgang für mich. Ich habe ein Bild vor Augen von totaler Dunkelheit und verloren Sein.

Wenn ich „tut mir leid, ich liebe mich“ sage, merke ich, dass ich sie brauche und dass ich versuche muss sie zu verstehen. Wenn ich das wirklich tue, wird sie mich auch besser verstehen

• Ich möchte mich selbst finden weil ich es brauche zu sehen, wer ich bin. Diese Mutter ist genau richtig dafür, das spüre ich.

• Ich hätte mir auch so eine Mutter erschaffen weil ich einen roten Faden im Labyrinth brauche, sonst finde ich nicht mehr heraus. Der rote Faden ist ihre Liebe. Wenn sie mich nicht lieben würde, würde ich nicht mehr zurückfinden.

• Sandrina selbst: Ich habe mir so eine Mama erschaffen, weil ich jemanden brauche der immer auf mich aufpasst. Wenn ich mich selbst liebe und meine Mama spürt, dass ich mich selbst liebe, dann kann sie mich freilassen. Wenn ich mich nicht genug selbst liebe, dann hält sie mich wieder fest.

Diesen Satz hatte Sandrina kaum beendet, da rief die Mutter wieder an. Die Leitung war immer noch nicht gut genug. Aber Sandrina erzählte uns, dass ihre Mutter auch immer angerufen hätte, kurz bevor sie eine Droge genommen hätte. Und es schien ganz so, als gäbe es ihr insgeheim emotionalen Halt zu wissen, dass ihre Mutter spürt, wie es ihr geht und wenn gerade etwas Besonders vor sich geht.

Sandrina hat sich zwei Wochen nach diesem Hopping bei uns gemeldet. Sie war zu uns gekommen weil sie Angst gehabt hatte, dass die Mutter sie ins Internat steckt und in eine Therapie. Vor beidem hatte sie den totalen Horror. Außerdem glaubte ihre Mutter ihr nicht, dass sie schon seit einem halben Jahr keine Drogen mehr genommen hatte.

Aufgehört hatte sie übrigens als der 19jährige mit uns gehoppt hatte, warum sie überhaupt Drogen nimmt. Als sie ihm ein halbes Jahr später von den Problemen mit der Mutter erzählte, berichtete er ihr, dass sie genau dann mit Drogen aufgehört habe, als er sie mit uns gehoppt hatte, weil es ihm keine Ruhe ließ, wie sie lebte.

Das fand die 18jährige interessant und sie wünschte sich dass wir mit ihr ihre Probleme mit ihrer Mutter hoppen könnten. Sie wollte für sich Kraft und Klarheit sammeln vor dem nächsten Gespräch mit der Mutter.

Zwei Wochen später also meldete sich um zu berichten wie es bei ihr weitergegangen war: Die Mutter hatte ihr tatsächlich endlich geglaubt, dass sie keine Drogen mehr nimmt. Sie durfte auf ihre Wunschschule gehen und musste nicht in Therapie gehen. Stattdessen ist die Mutter selbst in Therapie gegangen.

Dies ist eins der Hoppings auf das wir am allerstolzesten sind und wir freuen uns sehr für Sandrina für diesen Ausgang. Gleichzeitig bewundern wir ihren Mut und ihre Offenheit sich auf so eine Sitzung mit wildfremden „alten Frauen und alten Männern“ (aus ihrer Perspektive) einzulassen und mit ganzem Herzen dabei zu sein. Denn mit halbem Herzen bringt man keine derartigen Resultate hervor!

Wo erfahre ich mehr zum Hoppen?

• Anleitungen zum Hoppen gibt es gratis auf www.cosmic-ordering.de

Im Buch Cosmic Ordering – die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho’oponopono“ sind alle Techniken detailliert beschrieben mit einer Sitzung zum Mitmachen auf der beiliegenden DVD.

• Bei jedem „Lebensfreude-Seminar“ ( http://www.bmakademie.de/akademie/referenten/mohr.htm#termine ) gibt es einen kleinen Anteil an Übungen zum Hoppen (zirka 2 Stunden).

• Die Jahresausbildung (4 WE übers Jahr verteilt) befasst sich intensiv mit Bestellen, dem Draht nach Innen und ganz viel Training, Erläuterungen und Praxisarbeit zum Hoppen. http://www.cosmic-ordering.de/ausbildung.html


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16.Juni 2009 um 23:16 Baerbel

Artikel gespeichert unter: Hoppen

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bisher 1 Kommentar

  • 1. Cathrine  |  30.September 2009 at 19:40

    :-) Not able to read your blog but wanted to stop by to say THANK YOU ! Thank you for a wonderful lecture at I Can Do It in London. I enjoyed it sooo much :-) ! Was very moved. And learned a lot. My children adore your book :-) ! Very kind of you to give us that gift ! Thank you! And they adore the photo :-) . We are framing it. Generous of you. Tonight while out walking we found the rays of love and light in the water :-)

    http://assensaj.blogspot.com/

    Love & life from Cathrine in Norway.



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