Wie Buch und DVD “Zweisam statt einsam” entstanden sind

Im Folgenden eine Emaildebatte zwischen Manfred und Bärbel Mohr (leicht gekürzt gegenüber dem Original), weil Manfred seit Jahren wollte, dass Bärbel einen Ratgeber für Beziehungen schreibt.

M: Wann schreibst du endlich den Beziehungsratgeber?

B: Nie. Ich habe das Gefühl gar keine Ahnung davon zu haben, wie man Beziehungen richtig führt. Ich kenne mich viel zu wenig aus mit den typischen Problemen und was alles schief gehen kann. Was Beziehungen angeht, fühle ich mich nicht kompetent.

M: Am schlimmsten sind immer die Leute, die denken sie wissen alles und so muss es sein. Genau deswegen weil du denkst, du hast keine Ahnung, wärst du besonders geeignet. Du erzählst nichts von oben herab. Im Zulassen des Nicht-Wissens erwächst die Weisheit aus dem Augenblick heraus.

B: Ich habe keine Ahnung was das konkret heißen soll in unserem Fall. Dann nenne doch mal du ein Beispiel, was ich deiner Meinung nach richtig mache in Beziehungen, was ich anderen Leuten beibringen könnte.

M: Es geht im Grunde immer darum die Unvollkommenheiten des anderen anzunehmen und sich nicht über sie zu ärgern, sie nicht ändern zu wollen und keine Szenen wegen sowieso unvermeidlichen Eigenschaften des Partners zu machen.

B: Ich ärgere mich doch manchmal auch über dich.

M: Aber total wenig. Das ist bei uns mehr meine Rolle. Ich ärgere mich über alles Mögliche und du ärgerst dich einfach nicht über dieselben Sachen. Ich frage mich wie du das machst.

B: Wann zum Beispiel soll das gewesen sein?

M: Da hast du es, für dich ist es so natürlich dich nicht zu ärgern, du siehst es noch nicht einmal. Genauso wenig wie die Verkehrsschilder um dich herum beim Autofahren. Die siehst du auch meistens nicht. Du fährst einfach unbekümmert weiter.

B: Das stimmt nicht.

M: Sie fallen genauso aus deiner Wahrnehmung heraus. Nimm das Beispiel von gestern: Da rief Frank an, eine Stunde bevor wir losfahren wollten zu ihm und zum ungefähr hundertsten Mal erzählt er kurz vorher, dass er doch keine Zeit hat. Man kann sich bei ihm schon drauf verlassen, dass es immer kurz vorher doch nicht klappt. Mich ärgert so was. Und was machst du? Du bleibst bester Laune und fröhlich und gehst dann einfach auf die Sommerrodelbahn mit den Kindern, damit sie mit etwas anderem ihren Spaß haben.

B: Naja, eben weil das ziemlich oft so bei ihm ist, warum soll ich mich dann ärgern, wenn ich eh schon vorher weiß, dass es vermutlich so kommen wird? Er ärgert ja nicht mich, er hat halt seine eigenen Probleme, sondern ich ärger mich, wenn ich mich über etwas Vorhersehbares ärgere. Ich bin einfach nur nett zu mir selber indem ich nicht mich selber ärgere, indem ich mich angeblich über ihn ärgere.

M: Mir ist nicht klar, wie du das machst. Ich ärgere mich automatisch.

B: Ich mach gar nichts.

M: Sag ich doch. Weil du keine Ahnung hast, machst du es richtig.

B: Ich glaube, du solltest das Buch schreiben. Du hast ein Problem und du bist auf der Suche nach einer Lösung. Du kannst deinen Lösungsweg mit anderen teilen. Wenn ich kein Problem habe, suche ich auch keine Lösung und kann niemandem was darüber erzählen.

M: Nein, du schreibst.

B: Du schreibst.

M: Du.

B: Du…

Bärbel hat verloren und geschrieben. Das Ergebnis hießt „Zweisam statt einsam“ von Bärbel Mohr.

Und eine DVD mit dem gleichen Titel gibt es gleich auch noch. Sie enthält Tipps, Lehrreiches, Interviews mit Studiogästen, musikalische Einlagen und ein Studio-Hoppen mit 5 Teilnehmern.

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16.Juni 2009 um 23:16 Baerbel

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bisher 4 Kommentare

  • 1. YVONNE MOHR  |  17.Juni 2009 at 21:31

    Das Buch wa,r wie alle anderen auch, fantastisch. Schade, dass ich fast am anderen Ende der Welt wohne und somit keine Gelegenheit habe ,an einem der Seminare mal teilzunehmen. Der Wunsch liegt schon vor beim Universum! Herzliche Gruesse YV

  • 2. Baerbel  |  18.Juni 2009 at 09:41

    Wo ist denn “das andere Ende der Welt” – Australien, Neuseeland oder bloß Berlin oder Hamburg??! :) )
    LG
    Bärbel

  • 3. Laila  |  19.Juni 2009 at 22:12

    Erstlingswehen und wie das Buch “Arbeitslos und trotzdem Glücklich”. entstanden ist.

    Als ich Bärbel meine unglaubliche Geschichte damals erzählte, wollte sie, daß ich meine Geschichte sofort aufschreibe.
    Ich sagte, Ja, Ja, sicher doch!- Fing sogar gleich an!

    Doch mit Bärbels Energie und Hartnäckigkeit hatte ich nicht gerechnet!
    Es dauerte genau 2 Wochen, bis sie mich in die Pflicht nahm und ihre ersten schriftlichen Vorschläge vorlegte.
    Nun ging es Schlag auf Schlag. Ich mußte mich kräftig ins Zeug legen, um mit ihrem Tempo mithalten zu können. Eine wunderbare Zusammenarbeit begann; unser gemeinsames Werk “Arbeitslos und trotzdem glücklich” kann nun tatsächlich seit dem 12.06. käuflich im Buchhandel erworben werden.

    Sie hat mich natürlich davon überzeugt, daß wir auf einer speziellen Plattform – XING.com – für die virtuelle Welt erreichbar sein müssen.

    Und so kommt es, daß ich mich seither mit unvorhergesehenen “Erstlingswehen” herumschlage. Das bringt viel Arbeit, macht aber noch mehr Spaß.

    Also Leute, wenn ihr neugierig geworden seid, klickt Euch einfach bei XING.com ein und laßt Euch von mir in die Gruppe “Arbeitslos und trotzdem Glücklich” einladen.

    Mit glücklichen Grüßen
    Laila

  • 4. Josef  |  19.Juli 2009 at 08:08

    JUHEJJJJJJJJJJJJJJJJJJJ!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    in all LIEBE, Josef



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